Kant

Immanuel Kant wurde 1724 in Königsberg (Ostpreußen) geboren und starb im Jahr 1804 ebenda. Er gilt als einer der bedeutendsten Philosophen der Aufklärung. Unterteilt man die Geschichte der Philosophie grob in drei Paradigmen – das ontologische (Antike und Mittelalter), das epistemologische (Neuzeit) sowie das sprachkritische (Moderne) – so ist er vor allem dem zweiten zuzuordnen, auch wenn sich ontologische und sprachkritische Aspekte in seinem umfangreichen Werk gleichermaßen finden. Kurz gesagt besteht Kants Anliegen darin, die traditionelle spezielle Metaphysik (metaphysica specialis), deren Gegenstände “Welt”, “Seele” und “Gott” sind, erkenntniskritisch zu reformulieren. Metaphysische und ontologische Gegenstände lassen sich demnach nicht unabhängig von dem Verhältnis thematisieren, in welchem das erkennende (“transzendentale”) Subjekt zu ihnen steht. Ebenso verhält es sich mit dem Thema “Teleologie” und “Leben”. Deren Begriffe sind nach Kant “überdeterminiert” und gehen nicht in der Naturgesetzlichkeit auf, die nach Kant objektiven Status besitzt. Ihr begrifflicher Überschuss wird in Kants “Kritik der teleologischen Urteilskraft” (1790) eingehend reflektiert und auf die Wirkungsweise der Erkenntnisvermögen des Subjekts (Verstand, Vernunft, Urteilskraft) bezogen.

Vgl. auch das Begriffsnetz zum Thema “Teleologie”

Literatur:

Kant im Kontext. Karsten Worm InfoSoftWare 2007. (Texte daraus sind beim Seminarleiter auf Anfrage erhältlich)

Über Jörg Noller

Leiter des Blogseminars

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